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Arbeitsunfähigkeit (Krankentagegeldversicherung)

Arbeitsunfähigkeit (Krankentagegeldversicherung)

Bei Eintreten einer Arbeitsunfähigkeit (AU) kann in der Regel das bisherige Erwerbseinkommen nicht mehr erwirtschaftet werden. Je nach Tätigkeitsstatus bzw. Art der Krankenversicherung ergeben sich unterschiedliche Absicherungssituationen. Da es unabdingbar ist, auch während der Arbeitsunfähigkeit die Absicherung der finanziellen Grundbedürfnisse sicherzustellen, sollten die notwendigen Haushaltsführungskosten und krankheitsbedingte Kosten aufgefangen werden. Daher liegt hier die Empfehlung bei 70% des mtl. Nettogesamteinkommens. Die empfohlene Mindestabsicherung liegt bei 1.000 € mtl. bzw. 100% des Nettoerwerbseinkommens wenn dieses unter 1.000 € mtl. liegt. Im Rahmen der Erhaltung des Lebensstandards sollen zusätzlich Spar- und
Vorsorgemaßnahmen aufgefangen werden können. Daher liegt hier die Absicherungsempfehlung bei 100% des mtl. Nettoerwerbseinkommens.

Personen ohne Anspruch auf Entgeltzahlungen:
Die Absicherung kann über ein Krankentagegeld ab dem 22. Tag erfolgen (in Anlehnung an die Regelungen bei den gesetzlichen Krankenkassen). Selbständige und Freiberufler haben keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für die ersten 6 Wochen der Krankheit. Gesetzlich versicherte Selbständige können über den allgemeinen GKV-Beitragssatz ein Krankengeld ab dem 43. Krankheitstag erhalten oder zusätzlich zum ermäßigten GKV-Beitragssatz einen Wahltarif „Krankentagegeld“ abschließen. Das Krankengeld beträgt etwa 70 - 75% der regelmäßigen Nettoerwerbseinkommen. Im Falle einer Krankheit ist das Erwerbseinkommen also sofort unmittelbar betroffen.

Personen mit Anspruch auf Entgeltzahlunge:
Bei Arbeitnehmern werden im Falle einer Krankheit die Löhne i. d. R. für 6 Wochen durch den Arbeitgeber weitergezahlt. Eine Grundabsicherung ist somit gewährleistet. Der gesetzlich versicherte Arbeitnehmer erhält im Anschluss daran ein Krankengeld. Da das Krankengeld in der Praxis nur etwa 70 - 75% des regelmäßigen Nettoerwerbseinkommens beträgt, entsteht mit Beginn der 7. Krankheitswoche sofort eine Einkommenslücke, die zu Einschränkungen führen kann. Spar- und Vorsorgeziele können gefährdet werden, sofern nicht auf ausreichende Nettovermögenseinkommen zurückgegriffen werden kann. Bei Bruttoerwerbseinkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze (BBG-Rente, West) entsteht eine noch größere Lücke. Daher haben zum Erhalt des Lebensstandards private Vorsorgemaßnahmen eine hohe Priorität. Die Absicherung kann über ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag erfolgen, d.h. nach Ende der Entgeltfortzahlung.


 
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